Geistliches Testament der Schwestern

Aus dem letzten Unterricht von Mutter Pauline am 25. April 1881

Streben Sie nach wahrer Liebe. Lassen Sie Ihre Liebe eine übernatürliche, allgemeine, werktätige und opferwillige sein! Haben Sie ein gutes Herz für alle, und lassen Sie aus diesem guten Herzen nur gute Worte hervor fließen. Beherzigen Sie doch recht die Worte des göttlichen Heilandes, die auf mich schon als Kind einen so großen Eindruck machten: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! – Und dann, liebe Schwestern, nehmen Sie doch alles aus der Hand Gottes mit Ergebung an. Denen, die Gott lieben, gereichen ja alle Dinge zum Besten. Je rückhaltloser Sie sich Gott hingeben, um so mehr wird er für Sie sorgen. Er lässt sich an Großmut nicht übertreffen. Erkennen Sie doch in allem, im Kleinen wie im Großen, seine liebevolle Führung und vertrauen Sie ihm.“

Die Chronistin schreibt weiter: „Die Unterrichte unserer teuren Würdigen Mutter während der hl. Fastenzeit können wir mit Recht das Testament unserer Mutter nennen. Die Tugenden, die sie stets am meisten geliebt, und in deren Ausübung sie so groß war, die kindlichste Demut, die aufrichtigste Nächstenliebe und das felsenfeste Vertrauen auf Gott, wollte sie an ihrem Lebensabend uns noch einmal so innig es nur möglich war ans Herz legen. Sie flehte uns an, möchte ich sagen, doch nie ein Wort gegen die Liebe zuzulassen. Wie oft wiederholte sie uns das Gebot der Liebe Gottes, indem sie mit besonderem Nachdruck hinzufügte: Das andere aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wir dich selbst!“

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