In diesem Video sehen Sie Schwestern, die ein Wort von Mutter Pauline ausgewählt haben, das ihr Leben geprägt hat.

Die Religionslehrer/Innen unseres Gymnasiums in Buenos Aires haben zum Fest Mutter Pauline ein schönes Video gemacht. Der Liedtext in Deutsch lautet:

"Hi, Pauline, du bist meine Freundin. Du liebst mich sehr und ich liebe dich auch. Ich weiß, dass du immer bei mir bist und ich trage dich hier in meinem Herzen."

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G. s. J. Chr.

Paderborn, den 10. August 1874

Liebe Schwester Juliana und alle lieben Schwestern.

 

Es ist mir von unserm guten Hochwürdigsten Herrn Bischof der Auftrag geworden, mich photographieren zu lassen und zu sorgen, daß Sie, geliebte Schwestern, am feste der hl. Franziska von Chantal, dem 25. Jahrestage der Stiftung unserer theuern Congregation im Besitze meines Bildes seien. Daß ich Schwester Anna und Schwester Augustine als Anstifterinnen dieses gemessenen Befehles in Verdacht habe, kann ich nicht verhehlen. –

Ich bin also der Bestimmung des Hochwürdigsten Herrn nachgekommen, und, da es mir nicht möglich ist, an diesem Tage persönlich in Ihrer Mitte zu sein, - was mir gewiß eine unbeschreibliche Freude sein würde, - um mit Ihnen, theure Schwestern, den lieben Gott für alle uns in diesem langen Zeitraum erzeigte Huld und Güte zu loben und zu preisen, so komme ich wenigstens im Bilde zu Ihnen.

Mögen wir heute Alle den festen Vorsatz fassen, nach wahrer Heiligkeit zu streben, dann werden wir dereinst die ganze Ewigkeit vereint und nie mehr getrennt werden. –

Mit herzlicher Liebe

Ihre Schwester Pauline.

Wir sind dankbar für das eine Foto, das wir von Mutter Pauline haben. Aber dieses Foto hat viele Künstler zu Darstellungen von Mutter Pauline inspiriert. Hier eine kleine Auswahl.

Aus der Predigt von Papst Johannes Paul II.

während der Feier der Seligsprechung Mutter Paulines am 14. April 1985

Die geistliche Botschaft der neuen Seligen Pauline von Mallinckrodt können wir in einem sehr aktuellen und konkreten Lebensprogramm zusammenfassen: vorbehaltlose Christusnachfolge in unerschütterlichem Glauben; Liebe zu Gott und liebende Hingabe an die Unglücklichsten und Ärmsten um Christi willen.

Mutter Pauline von Mallinckrodt war reich an natürlichen Gaben: ein einfaches, freundliches Wesen, Zuversicht und Vertrauen zum Nächsten, Zielstrebigkeit in der Verwirklichung ihrer Vorhaben; beständige Treue zu den Grundentscheidungen ihres Lebens und auch in Prüfungen und größeren Schwierigkeiten – und eine Opfergesinnung, mit der sie sich hochherzig und ohne Vorbehalte an alle zu verschenken suchte.

Diese reichen Gaben, die Gott ihr so überaus freigiebig anvertraut hatte, wurden in ihr durch einen tiefen und ausgeprägten Glaubensgeist vollendet. Dieses Gnadengeschenk, das sie in der Taufe empfangen hatte, entwickelte sich wunderbar unter der Anleitung ihrer Mutter und ihrer Lehrerinnen und Lehrer. Sie wuchs in der friedvollen Umgebung einer Familie heran, in der Liebe und gegenseitige Achtung herrschten, in d einem Klima, das dennoch nicht ganz frei war von stillem Leiden wegen der unterschiedlichen Konfession der Eltern: die Mutter, eine gläubige Katholikin; der Vater, ein überzeugter Protestant. Mit Hilfe der Gnade festigte sich hierdurch die Treue Paulines zum Herrn, indem sie sich mit dieser Situation auseinandersetzte.

Es gab in ihrer Jugend jedoch auch eine kritische Periode, eine Zeit großer Qual, voller Skrupel und Unsicherheiten, die sie nur dadurch zu überwinden wusste, dass sie sich in tiefem und ständigem Gebet voll und ganz Gott anvertraute. Und Gott war ihr nahe und hellte ihre Seele mit einem solch klaren Glaubenslicht auf, dass es zu Recht eine besondere „Gnade des Glaubens“ genannt werden kann. Kraft dieser neuen gottgegebenen Sicht konnte sie ausrufen: „Dieser Glaube durchdrang mich so klar und fest, dass ich ihm mehr als meinen Augen geglaubt hätte.“

Der Glaube machte aus Pauline, wie ein Zeitgenosse von ihr bezeugt, eine Person aus einem Guss, klar und durchsichtig wie das Licht und ebenso einfach (vgl Schlüter), so dass sie bereits mit achtzehn Jahren in eindeutiger Gewissheit das Ziel ihres Lebens in einer besonderen Berufung Gottes erkannte.

Ein bewusster und tapferer Glaube war, mit dem sie Schmerzen, Bitterkeiten und vielerlei Prüfungen zu ertragen wusste und der sich in ihrer vollen und vorbehaltlosen Liebe zu Jesus Christus und zu seiner Mutter Maria zeigte, denen sie sich vertrauensvoll überließ. Im Streben nach Gott uns seiner größeren Ehre wuchs sie in der Gnade. indem sie sich immer wieder an den Quellen des Gebets in einem tiefen eucharistischen Leben stärkte.

Aus ihrer Liebe zu Gott entsprang natürlich und spontan die Liebe zum Nächsten. Mit aller Zärtlichkeit widmete sie sich den blinden Kindern, denen sie inneres Licht schenken wollte als Strahl des göttlichen Lichtes. Für diesen Liebesdienst um Christi willen gründete sie ihre Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe. Zusammen mit jenen Kindern nahm sie sich dann noch weiterer Hilfsbedürftiger an; alle fanden in ihr und ihrem großen Werk Hilfe, Trost und vor allem Leibe. Dieselbe Liebe drängte sie dazu, für ihre Kongregation schließlich noch die Unterrichtung der Jugend hinzunehmen. Sie hielt diese für eine eichte Mission, wie sie von den Erfordernissen der Zeit in besonderem Maße verlangt wurde.

Kühn waren die Pläne der Seligen; aber sie wusste in stiller und demütiger Zurückhaltung die Stunde Gottes abzuwarten. Ihr Werk wuchs mit Erfolg, wenn auch unter fortwährendem Ringen und mit vielen Schwierigkeiten. In der Zeit seines besten Wachstums kam zugleich die Stunde eines zerstörerischen Sturmes in der harten Verfolgung unter den. Gesetzen des Kulturkampfes. Aber auch hier zeigte Mutter Pauline ihre innere Offenheit für den Willen Gottes und war bereit, den Prüfungen zu begegnen und ihren Kreuzweg zu gehen.

Mutter Pauline ist ein Lebensbeispiel. Der angstvollen Unruhe des modernen Menschen zeigt sie heute einen Weg zu innerem Frieden: mutig und zuversichtlich Gott im leidenden Bruder zu suchen. So ist ihre Botschaft aktuell. wie die Suche nach Gott immer aktuell ist.

Die geistliche Botschaft der neuen Seligen Pauline von Mallinckrodt können wir in einem sehr aktuellen und konkreten Lebensprogramm zusammenfassen: vorbehaltlose Christusnachtfolge in unerschütterlichem Glauben; Liebe zu Gott und liebende Hingabe an die Unglücklichsten und Ärmsten um Christi willen.

Mutter Pauline ist ein Lebensbeispiel. Der angstvollen Unruhe des modernen Menschen zeigt sie heute einen Weg zu innerem Frieden: mutig und zuversichtlich Gott im leidenden Bruder zu suchen. So ist ihre Botschaft aktuell, wie die Suche nach Gott immer aktuell ist.

Papst Johannes Paul II bei der Seligsprechung Mutter Pauline

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