Ein Esel an Jesu Weg

Jesus, der Herr der Geschichte, kommt „demütig und auf dem Rücken eines jungen Esels“ einher. Eine Kleine biblische Szene mit einer großen Botschaft. Gerade heute, in den virtuellen Zauberwelten, mitten im Lärm unserer Talkgesellschaft und der unvorstellbaren Schnelligkeit des globalen Datenaustausches ist diese Szene heilsam: Achtsamkeit und Behutsamkeit in der persönlichen Begegnung sind kostbare Güter. Leise Töne und ein moderates Tempo – nicht zuletzt im Umgang mit anderen Menschen und mit der Schöpfung sind nicht unbedingt Zeichen der Schwäche, sondern können Signale von Liebenden und Zeichen der Solidarität mit den Schwachen sein. Jesus selber kündet bei seinem „Eselsritt“ vom Gott der Zuwendung, der Gewaltlosigkeit, der Befreiung durch Mit-Leiden und Liebe.

Doch nicht nur von Jesus, auch vom Esel geht eine Botschaft aus. In einer seine Predigten sagt der heilige Ambrosius: „Lerne vom Esel, wie man Jesus tragen soll. Lerne bereitwillig, ihm den Rücken deines Geistes darzubieten. Lerne unter Christus zu sein, damit du über der Welt stehen kannst“ Es wird bis zum Ende der Geschichte viele Last- und Packesel geben müssen, die ihren Rücken hinhalten, damit die Botschaft von Jesu Auferstehung von seinem Frieden und seiner Gerechtigkeit in allen Kulturen Einzug halten kann.

Hermann Schalück

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