In dieser biblischen Ostergeschichte wird viel gelaufen: Maria Magdalena, die erste Auferstehungszeugin, läuft zu den Aposteln. Petrus und Johannes laufen zum Grab in einer Art heiligem Wettlauf. Jeder hat sein eigenes Glaubenstempo: Nicht jeder kann ein leichtfüßiger Johannes sein, der „sah und glaubte".

Morgen werden es die Emmausjünger sein, die müde weggehen und freudig wieder zurücklaufen und später die Jesusfreunde, die in alle Welt hinausgehen. Die Osterbotschaft bekommt Beine bis auf den heutigen Tag. So hat es ja auch damals in Bethlehem schon angefangen: Engel, Hirten, Könige, das hochheilige Paar selbst und sogar der Stern am Himmel geraten in Bewegung. Wovon das Herz voll ist, davon geht offenbar nicht nur der Mund über, das fährt uns auch in die müden Glieder. Es ist ja auch wirklich unglaublich: Der sicherste Aufenthaltsort der Welt, ein Grab, soll plötzlich leer sein.

Aber er bleibt nicht verschollen, er lässt sich finden von denen, die ihre letzte Hoffnung auf ihn gesetzt haben. Auch heute noch. Unser Herz darf keine „Black Box" werden, die irgendwann aufhört, Signale zu senden, es darf zum Osternest werden, das zum Verweilen einlädt, zum Ausbrüten, aber auch zum Fliegen, so wie jedes Nest. Diese österliche Morgengymnastik möge uns am Laufenden halten und uns helfen, auch im Leben schon manche Steine wegzurollen. Gute Kondition! (Ernst Windbichler)

 

 

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