Inder Nähe von Paderborn gibt es viele Marienheiligtümer, die ihren Ursprung zum Teil im 12./13. Jahrhundert haben. Einige Schwestern des Generalats haben drei dieser Wallfahrtsorte besucht, um in den Anliegen der Kongregation zu beten: Kleinenberge, Dörenhagen und die Kapelle zur Hilligen Seele bei Dörenhagen.

Kleinenberg

Kleinenberg zählt zu den ältesten Marienwallfahrtsorten in Westfalen. Die barocke Wallfahrtskirche von 1742 ist der vierte Bau an dieser Stelle. Das Innere besticht durch seine filigranen Malereien an Wänden und Gewölbe, die Figuren der Ordensstifter sowie die große Altarfront. Von der Wallfahrtskirche führt ein Prozessionsweg zum Mutter-Gottes-Brunnen mit Lourdesgrotte und Goldfischteich. Natürlich gehört auch ein Picknick zur Wallfahrt.

Dörenhagen

Wahrzeichen des Ortes Dörenhagen ist die um 1220 als Wehrkirche errichtete alte Pfarrkirche Sankt Meinolf, die erste Pfarrkirche Dörenhagens, mit frühgotischen Maßwerkfenstern, spätmittelalterlichen Fresken und barocker Ausstattung.

Etwa zwei Kilometer westlich des Ortskernes liegt die Kapelle zur Hilligen Seele, ein uraltes Wallfahrtsziel zur Verehrung des heiligen Kreuzes. Das Chor ist im Kern romanisch, das quadratische Schiff mit Flachdecke aus dem 17. Jahrhundert.

Hühnerfarm bei der "Hilligen Seele", Dörenhagen

Diese Farm ist zwar kein Wallfahrtsort, aber ist ein wichtiger Beitrag für die Bewahrung der Schöpfung. Ein junges Ehepaar aus Dörenhagen hat Im Sommer 2016 damit begonnen, eine Freilandhaltung für Hühner aufzubauen. Ihre 350 Legehennen halten sie in mobilen Hühnerställen, die in regelmäßigen Abständen immer wieder auf der großen Weide verschoben werden, so dass die Hühner stets eine frische Wiese als Auslauf vorfinden. Etwa 280 verkaufsfähige Eier sammelt das Ehepaar jeden Morgen ein, davon wird ein Teil direkt auf der Weide verkauft. Der Verkaufswagen steht gleich an der Kapelle zur Hilligen Seele. Die Tür zum Wagen ist offen, der Kunde bedient sich selbst und wirft das Geld einfach in einen Tresor am Ausgang.

Am 12 September - Fest Mariä Namen - haben die Schwestern des Generalats eine Wallfahrt nach Verne zum Gnadenbild „Trösterin der Betrübten“ unternommen, um die Anliegen der Kongregation ihr anzuvertrauen. Verne ist ein kleiner Ort etwa 19 km von Paderborn entfernt. Das Gnadenbild geht auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück.

Die romanische Madonna sitzt auf einem Sessel und hält auf dem linken Arm das gekrönte Jesuskind mit der Weltkugel, in der rechten Hand hält Maria das Zepter. Die Gesichter von Mutter und Kind sind einander zugewandt.

Das ursprüngliche Material, aus dem dieses Kleinod geschaffen wurde, ist heute durch kostbare Gewänder verdeckt.

Zum Wallfahrtsort gehört auch das Brünneken. Es hat seinen Namen von der westlichen Quelle des kleinen Bachs Bohmke, die direkt unter der Kapelle entspringt. Dem Brünnekenwasser wird seit alters her eine wundertätige Wirkung, besonders bei Augenleiden, zugeschrieben. Die Gemeindemitglieder bezeichnen den Ort als Quell lebendigen Wassers. Hier erleben wir Wasser als heilende Kraft.

Jährlich findet im Juli eine Fußwallfahrt von Paderborn nach Verne statt, an der viele Gläubige teilnehmen. Leider musste sie in diesem Jahr wegen Covd-19 ausfallen.

Am 9. August 2020 wurde Sr. Angela Maria von der Gemeinde der der Dompfarrei zu Minden verabschiedet. Sie hatte 23 Jahre in Minden gewirkt und viele Herzen berührt. Am Schluss der Eucharistiefeier danke sie den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit und die wertvollen Freundschaften, die weit über die Domgemeinde hinausreichen. Danke, Sr. Angela Maria und Gottes Segen für Deinen zukünftigen Dienst bei unseren alten und kranken Schwestern in Thülen.

Licht – Musik – Wort

In der Kirche in Wewelsburg, wo Mutter Pauline täglich von Böddeken aus hinging, um an der Eucharistiefeier teilzunehmen, wurde eine Licht- und Musikanlage installiert. Die Besucher können kurze Meditationen, Lieder oder Musik abrufen. Es entsteht dann eine ganz besondere Atmosphäre: Die ganze Kirche wird in Licht, Farben, Klang und inspirierende Worte getaucht. Sr. Adalberta hat einen Chorgesang auf Video aufgenommen, der hier gesehen und gehört werden kann.

Kinderheim Pauline von Mallinckordt und Kindertagesstätte Pauline

Das Heim entstand als Waisenhaus im Jahre 1903. Im Jahre 2003 konnte die Deutsche Provinz auf eine 100-jährige Tätigkeit in Siegburg zurückschauen. Im Laufe der Jahre hat das Heim immer flexibel auf Notlagen verschiedenster Art reagiert. Seine Hauptaufgabe sieht das Heim darin, Kindern, Jugendlichen und Eltern, die in Konfliktlagen geraten sind, Unterstützung und Entlastung bei der Bewältigung ihrer Probleme anzubieten. Der Arbeitseinsatz ist auf jedes Kind, jeden Jugendlichen und jede Familie individuell zugeschnitten. Die Kindertagesstätte besteht seit 10 Jahren. Durch ein differenziertes Gruppenangebot im Heim und in der Kindertagesstätte werden unterschiedliche Bedarfe abgedeckt. Gemeinsam ist allen Betreuungsangeboten die Identifikation mit Pauline von Mallinckrodt. Für sie war die liebende und vorurteilsfreie Zuwendung zu den Kindern die Voraussetzung und tragende Mitte aller Erziehungsbemühungen. Mehr Informationen finden Sie unter: www.kinderheim-pauline.de

„Die Liebe zu den Kindern ist die beste Lehrmeisterin der Erziehung;

nur jemandem, der die Kinder liebt, darf man sie anvertrauen.“

Pauline von Mallinckrodt, 1851

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