29.03.2020

Liebe Schwestern!

Auch wir Schwestern aus Siegburg möchten Sie /Euch an unserem veränderten Leben teilnehmen lassen.

Seit vier Wochen sind wir, bedingt durch Schwester Wiltruds Krankenhaus -aufenthalt, ein Dreierkonvent. Mit Schwester Wiltrud standen wir die ganze Zeit im intensiven Kontakt, erst durch Besuche, die letzten Wochen nur noch telefonisch oder „per Kurierdienst“ (Weitergabe von Kleidung, Medikamente) an der Pforte des Krankenhauses.

Es war für uns nicht leicht, sie – vor allem nach ihrer zweiten OP – nicht mehr besuchen zu können. Nun geht sie bis Mitte Mai nach Thülen, um sich dort zu erholen und zu stärken. Wir wissen sie dort in sehr guten Händen! Danke Euch in Thülen!

Kitas und Schulen sind geschlossen – Kinder sind den ganzen Tag hier in ihren Gruppen - soziale Kontakte nach außen hin auf das allernötigste (Therapie) beschränkt - kein persönlicher Kontakt zu den Außenwohngruppen.

Wie gehen die Erzieher/Innen und Kinder mit dieser veränderten Situation um?

Die Regeln/Auflagen der Heimleitung, bedingt durch die Anordnung der Landesregierung, werden in vollem Maße akzeptiert und gelebt. Das Wetter ist bis jetzt gut und nach der morgendlichen Lernzeit ist dem Einfallsreichtum der Erzieher/Innen, die neue Freizeit der Kinder sinnvoll zu gestalten, keine Grenzen gesetzt. So tummeln sich die Kinder mit interessanten Bewegungs -spielen auf dem Hof, auf unserem Fußballplatz oder gehen als eigenständige Gruppe in den Wald. Die Atmosphäre ist unter Personal und Kindern gut. Frau Boddenberg tut das Ihrige dazu, Mitarbeiter/Innen und Kindern täglich neu für ihren Einfallsreichtum zu danken und sie zu motivieren. Wir sind noch Corona frei, – lautet die tägliche Rund Mail von ihr!

Da die Kita seit einer Woche nur für „Notfälle“ geöffnet hat, wird somit nicht das gesamte Personal benötigt. Mit einer anderen Kollegin betreue ich die vier  bis fünf Kinder in der Kita. Auch wir versuchen, den anwesenden Kindern die veränderte Atmosphäre so angenehm und individuell wie möglich zu gestalten.

Die anderen Kolleginnen der Kita unterstützen die Erzieher/Innen in den Außenwohngruppen des Kinderheimes. Eine schöne Erfahrung, dass „die kleine Pauline“ und „die große Pauline“ wirklich „Hand in Hand“ miteinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Und wir Schwestern? Wir leben mitten dazwischen und versuchen auch das Unsrige dazu zu tun. So wurde Sr. Agathe letztes Wochenende zur „Hörnchen Bäckerin“, während Sr. Kunigunde ihre Kreativität auf den Adressschildern der „Hörnchen Kisten“ zum Ausdruck brachte. Da war die Freude bei den Kleinen groß!

Für Samstag, 28. März, war eine Abschiedsfeier für unserer langjährige Kita- Leiterin – Frau Mariathasan – geplant. Leider musste sie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. So erfolgte das „auf Wiedersehen sagen“ an ihrem letzten Arbeitstag am Freitag, den 27. März, nur aus der Distanz. Schade, doch die Feier wird nachgeholt!

Da wir in unserem Konvent und unseren Kirchen auch keine hl. Messe mehr feiern, gestalten wir unser geistliches Leben u.a. vermehrt auch über Fernsehen, Internet, Austausch über spirituelle Impulse.

Jeden Abend um 19:30 Uhr läuten in allen Kirchen der Diözese Köln 5 min. lang die Glocken. Dieses ist ein Zeichen der besonderen Gebetsgemeinschaft für alle Menschen in dieser veränderten Lebenssituation.

So fühlen auch wir uns hineingenommen in die Gebetsgemeinschaft der ganzen Welt.

Ihnen und Euch weiter alles Gute, bleiben Sie/bleibt Ihr gesund!

Im Gebet verbunden – die Siegburger Schwestern

Gut zu wissen / Good to know

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