Sr. Annette schreibt:

Immer wieder werde ich gefragt wie es uns in dieser Zeit geht, ob die Wärmestube noch geöffnet ist und was man tun kann. Da ist neben der Bitte um Lebensmittel an Menschen hier, die Bitte ums Gebet am wichtigsten.
Seit nunmehr zwei Wochen hat uns Corona jetzt auch stark eingeschränkt. Zuvor hatten wir noch normal auf, aber unsere Besucher mussten einen Mindestabstand einhalten. Auch in dieser Zeit waren schon viele unsere älteren Mitarbeiter ausgefallen, weil sie zur Risikogruppe zählen und das Virus ihnen Angst macht. Seitdem die Kontaktbeschränkungen verstärkt wurden und alle Restaurants schließen mussten, durften auch wir keine Gäste mehr in unseren Räumen empfangen. Wir geben seitdem unsere Mahlzeiten in fest verschließbaren Plastikschüsseln aus. Unsere Mitarbeiteranzahl hat sich noch weiter verringert und es erfordert viel Mühe und häufige Telefonate um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Keiner unserer Gäste darf die Wärmestube mehr betreten, an der Tür haben wir mit Stühlen eine Abstandsmauer gebaut. Die Mitarbeiter sind mit Handschuhen, Mundschutz, Desinfektionsmitteln usw. ausgestattet. So geben wir das Essen zum Mitnehmen aus. Viele unserer Besucher setzen sich auf eine der Bänke am Platz und essen gleich da, weil ihnen Gesellschaft wichtig ist, oder sie kein zu Hause haben. Gott sei Dank macht das Wetter mit. Um den Mindestabstand zu gewähren, sitzt immer nur eine Person auf der Bank. Trotzdem finden kleine Unterhaltungen statt. Und wir erfahren viel Dankbarkeit, weil wir den Betrieb offenhalten. Gott sei Dank ist noch niemand von uns erkrankt, weder Gäste noch Helfer und auch mir geht es gut. Und ein Lächeln und ein gutes Wort können auch mit etwas Abstand sagen, "Du gehörst zu uns, Du bist uns wichtig". Intensivere Gespräche sind jetzt nur gelegentlich, bei dringendem Bedarf, mit mir drinnen möglich. Frau Leimbach, die Leiterin der Caritas hat mich gefragt, wie wir es machen wollen, offenhalten oder schließen, da ich auch zur Risikogruppe zähle. Das ist für mich gar keine Frage, da unser Gäste auf uns angewiesen sind. Wir beachten alle notwendigen Schutzmaßnahmen so gut als möglich und mit Gottes Hilfe wird es weitergehen. Viele der Menschen, die jetzt zu uns kommen, bitten mich auch ums Gebet, auch für die, die nicht kommen können, Drogenabhängige und Alkoholiker mit Vorerkrankungen. Manche versorgen diese mit unserem Essen. So rücken auch hier die Leute in der Not im übertragenen Sinn enger zusammen. Gott schütze Sie alle und bleiben Sie gesund.  Sr. Annette

 

Sr. Angela Maria schreibt:

Am heutigen Palmsonntag wurden im Gottesdienst, der jeden Sonntag im Internet auf der Homepage der Domgemeinde ausgestrahlt wird, Palmzweige gesegnet, sowie kleine Osterkerzen und auch Weihwasser, das in kleinen Flaschen abgefüllt worden war. Diese Dinge können in der heiligen Woche im Dom, der noch geöffnet ist, gegen eine kleine Spende abgeholt werden. Die St. Mauritius Kirche und das Kolumbarium sind in dieser außergewöhnlichen Zeit geöffnet, während andere Kirchen geschlossen sind. Vermehrt kommen immer wieder Beter in die St. Mauritius Kirche. Fast immer brennen Kerzen vor der Mutter Gottes, - oder ich sehe Menschen dort beten. Jeden Abend um 19:30 Uhr läuten die Glocken der evangelischen und katholischen Kirchen in der Stadt. Es wird zur Gebetsgemeinschaft eingeladen in Zeiten der Corona Pandemie! Das Pastorale Team hat dazu eine Gebetsvorlage mit unterschiedlichen Texten zusammengestellt, - für viele eine Hilfestellung und eine geistige Gebetsgemeinschaft.

In der Feier der Osternacht im Pastoralen Raum Mindener Land wurden immer Speisen gesegnet, die von den Gottesdienstbesuchern mitgebracht worden waren. Da dies jetzt nicht möglich ist, wurde in der letzten Ausgabe der Pfarrnachrichten ein Begleitblatt beigelegt, damit die Familien ihre Speisen selber segnen können...

Ihnen allen eine gesegnete heilige Woche!, Sr. Angela Maria

 

 

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