Unser Rosenkranz

Der Rosenkranz mit großen weißen Perlen aus „Bein“ gehörte zu unserer Ordenstracht. Er wurde am sogenannten „Rosenkranzhaken“ unter der Schürze am  Kleidergürtel getragen.

Das Fotobild Mutter Paulines von 1874 stellt sie uns dar mit dem Rosenkranz in den Händen, für uns ein Zeichen, wie sehr Mutter Pauline den Rosenkranz als ständigen Begleiter liebte und das Rosenkranzgebet schätzte und pflegte.

Mutter Pauline überreichte den Schwestern nach der Einkleidungsfeier den Rosenkranz und das Regelbuch. Dieser Brauch wurde auch von den nachfolgenden Generaloberinnen beibehalten. (Rundbrief von Sr. Lioba vom 25.05.1881;  Rundbrief von Sr. Barbara vom 10.11.1898)

Zum 50-jährigen Bestehen unserer Kongregation erhielt jede Schwester am 21.08.1899 eine große Medaille der Unbefleckten Empfängnis mit der lateinischen Umschrift: auf der einen Seite: „O Maria, ohne Sünde empfangen“, auf der anderen „Patronin der Schwestern der christlichen Liebe, beschütze uns und bitte für uns!“ Die Medaille wurde am Rosenkranz befestigt. (Chronik 1899 - 1913, Seite 10)

Später wurde die Überreichung des Rosenkranzes in den Einkleidungsritus einbezogen und am Altare vom Priester überreicht. Wann sich dieser Wechsel vollzog, konnte nicht ermittelt werden. Laut Nachfrage bei älteren Schwestern erhielten die Schwestern bereits bei der Einkleidung 1914 (M. Mathilde Niemann) und weiterhin in den folgenden Jahren den großen weißen Rosenkranz aus der Hand des Priesters am Altar.

Mit der Änderung unserer Ordenstracht zum 30.04.1967 entfiel das Tragen des großen Rosenkranzes. Die Schwestern verwahren ihn jedoch mit großer Ehrfurcht, und er wird ihnen nach dem Tode um die Hände gelegt und mitgegeben ins Grab.

Nach dem 2. Vaticanischen Konzil (1962 – 1965) ist im Zuge der liturgischen Erneuerung an die Stelle der „kirchlichen Feier der Einkleidung“ die interne Feier als „Aufnahme ins Noviziat“ getreten.

Am 30.04.1967 wurde die Feier der „Aufnahme ins Noviziat“ noch vom Priester vollzogen nach eigenem zusammengestelltem Ritus und der Rosenkranz von ihm überreicht. Es war ein handgeknüpfter Rosenkranz, auf dessen Kupferkreuzchen das Datum des Tages eingraviert ist. (Brief von Sr. Conradis Nolte vom 08.05.1967)

Bei den späteren internen Feiern der „Aufnahme ins Noviziat“ „entfällt die Anwesenheit eines Vertreters der Kirche“.

Der Rosenkranz wird von der Provinzialoberin überreicht.

(Zusammengestellt und unterzeichnet von Sr. M Valentina Henn, Juni 1984)

Während der Zeit des Nationalsozialismus blieb unsere Kongregation nicht von den Devisenprozessen verschont. Drei Schwestern wurden angeklagt und mussten ins Gefängnis. Das folgende Power Point gibt einen zusammenfassenden Einblick in diese Zeit.

(Click here)

Generaloberinnen der Kongregation von Mutter Pauline bis heute

 

Amtszeiten der Generaloberinnen

Mutter Pauline von Mallinckrodt

1849 – 1881

Mutter Mathilde Kothe

1881 – 1893

Mutter Philomena Schmittdiel

1893 – 1905

Mutter Regina Le Claire

1905 – 1920

Mutter Ottonia Gerdemann

1920 – 1932

Mutter Anselmis Nickes

1932 – 1948

Mutter Mathilde Niemann

1948 – 1966

Mother Augustilde Giesen

1966 – 1978

Mother M. Pierre Koesters

1978 – 1989

Schwester Gregoris Michels

1989 – 2001

Schwester M. Adalberta Mette

2001 – 2013

Hna. María del Rosario Castro

2013 -

 

 

 

 

 

 

Aus der Chronik zur Marmorstatue der Muttergottes, die das Generalat beim Umzug 2017 von Rom nach Paderborn mitgebracht hat.

1931

Den reichlichen Spenden der Kinder und Wohltäter unseres Hauses verdanken wir den schönsten Schmuck unseres lieben Hauses, die schöne Marmor-Statue der Immaculata am Eingang des Hauses. Zwischen dem üppigen Grün der Palmen und dem Blumenbeet zu ihren Füßen hat sie das schönste Plätzchen, das wir ihr zu geben vermochten. Bevor die eigentlich Einweihung der Statue erfolgte, fand eine kleine Aufführung der Zöglinge statt, die natürlich im Rahmen des Muttergottesjubeljahres ganz marianisch gehalten war, zur Vorfeier und Einleitung des großen Titularfestes am 8. Dezember. Wegen der zahlreichen Gäste, der vielen lieben Freunde, Bekannten und Wohltäter, der Eltern und Angehörigen der Kinder, die in großer Zahl erschienen waren, musste die Rezitation dreimal stattfinden. Die kleine Darbietung war einerseits eine rechte Freude und Erholung für die lieben Gäste, andererseits für viele ein Weg und Antrieb zu rechter, inniger Muttergottesliebe. Alle Anwesenden waren vollauf befriedigt von den Leistungen unserer Kinder, angefangen von dem Schauspiel der Kleinsten, die in ihren himmelblauen Seidenkleidchen, beschützt und gestützt von ihrem Schutzengel, der lieben Gottesmutter ihre Gebete und Liedchen anboten, bis zu dem vollendet schönen Spiel, das ältere Schüler und Schülerinnen mit ihren Geschwistern im Verein auf Klavier, Violine und Violoncello darboten. Die reichlichen Offerten der Anwesenden setzten uns instand, die ganze Summe für die Statue sofort abzutragen. Am 8. Dezember vollzog ich die Feier der Einweihung. Ein tiefblauer Himmel lag über den römischen Gefilden. Die liebe Sonne bot alle ihre Kraft auf und sandte die herrlichsten Strahlen, um das Fest der größten Himmelskönigin im vollsten Glanze zu begrüßen. Nach einer kurzen Andacht und Segen mit dem Allerheiligsten zogen Priester, Messdiener und Anwesende nach draußen. Als sich der Vorhang hob und das Bild der Immaculata in seiner ganzen Schönheit zeigte, ging ein freudiges Staunen und Bewundern durch alle Herzen. Der Pfarrer hielt eine Ansprache, indem er die Schönheit des Kunstwerkes lobte, aus dem der tiefe Glaube des Künstlers spräche. Selbiger war anwesend und zu Tränen gerührt. Der hochwürdigste Herr Pfarrer betonte dann noch den Segen der Himmelsmutter für das ganze Haus und munterte die Kinder und Versammelten auf, ihrem Tugendbeispiel nachzufolgen.

10. März 1944

Zur Erläuterung: Am 10. März wurde Villa Paolina durch eine Bombe sehr stark getroffen. Zum Glück waren an dem Tag nur zwei Kinder gekommen. Vier Schwestern waren an dem Morgen nicht in Villa Paolina: Zwei Schwestern waren zum Campo Santo gefahren, zwei andere Schwestern hatten Dienst in einem Lazarett. Sie hatten also den Bombenangriff nicht erlebt. Die zurückgebliebenen Schwestern fanden nach dem Angriff eine Stätte der Verwüstung vor. „Je mehr man sich in das Haus hinein vorwagte, desto deutlicher erkannte man das ungeheure Ausmaß der Beschädigung. Die Turnhalle war an der zur Viale XXI Aprile zugekehrten Seite hin getroffen und die ganze Ecke war herausgerissen worden, so dass die beiden darüber liegenden Stockwerke in der Luft schwebten. Vor dem Haupttor hatte im Augenblick des Bombenangriffs ein mit Steinen beladener Wagen für Straßenbahnarbeiten gestanden, der einen Treffer erhielt. Die schweren Eisenteile des elektrischen Triebwagens und die Steine, die bis aufs Dach geschleudert wurden, haben viel Schaden angerichtet. Die Gartenumfriedung wurde eingedrückt. Die Marmorstatue der Unbefleckten vor dem Treppenaufgang war ganz wunderbarerwiese in diesem Regen von Stein und Eisen unversehrt geblieben, so dass die Leute von der Straße, selbst schlichte Arbeiter herbeieilten, um die Madonna zu grüßen. „Madonna mia, come hai fatto per salvarti dalle bombe?“ (Madonna mia, wie hast du dich vor den Bomben gerettet?) hörte man einen einfachen Mann sagen, und immer wieder warfen die Vorübergehenden der Madonna, die allein unversehrt inmitten der Trümmer stand, unter Tränen ihre Kusshändchen zu.“

Gut zu wissen / Good to know

Usamos cookies en nuestro sitio web. Algunas de ellas son esenciales para el funcionamiento del sitio, mientras que otras nos ayudan a mejorar el sitio web y también la experiencia del usuario (cookies de rastreo). Puedes decidir por ti mismo si quieres permitir el uso de las cookies. Ten en cuenta que si las rechazas, puede que no puedas usar todas las funcionalidades del sitio web.